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La Mannschaft holt das Triple - Volleyball-Seniorinnen Ü43 der TG Bad Soden zum dritten Mal in Folge Deutsche Meister

2019_Bad Soden_DM-Pokal Pfingsten 2019 war es wieder soweit: alle Jahre wieder reisen die TG Bad Soden Ü43 Seniorinnen zur Deutschen Seniorenmeisterschaft, nach zwei Titelgewinnen in Folge lautete die Mission jetzt "Triple".
 
Allerdings keine leichte Aufgabe für Trainer Klaus Hermann, musste er doch auf Außenangreiferin Britta Deiters verzichten, die sich auf der Südwestdeutschen Meisterschaft einen Achillessehnenriss zugezogen hatte. Weitere bewährte Kräfte laborierten an langwierigen Verletzungen: Diagonalspielerin Petra Gielkens war durch eine Schulterverletzung noch im Aufbau, Libera Maggie Sachs bekam nach einer Ellenbogenoperation ganze drei Wochen vor Pfingsten erst grünes Licht von ihrem Arzt für erste Ballberührungen.
Immerhin konnte die TG Zuspielerin/Allrounderin Renate Kern, die aktiv für TV Wetter in der Regionalliga ans Netz geht, verpflichten.
Schon die Auslosung war ein schwerer Brocken: Dauergegner Bielefeld und Letztjahresfinalgegner Braunschweig galt es zu bezwingen. Im Auftaktmatch gegen Bielefeld zog die Taktik Trainer Hermanns einwandfrei, Bad Soden hatte beim 2:0 keinerlei Probleme. Doch schon im zweiten Vorrundenspiel zog die bewährte Rotationsmethode Sodens nicht mehr. Gegen Braunschweig, die im Finale 2018 noch deklassiert werden konnten, kam Bad Soden nie richtig ins Spiel, agierte zögerlich, zunehmend fahrig und zu allem Überfluss zog sich Libera Maggie Sachs Ende des ersten Satzes bei einer Abwehrkollision ein klassisches blaues Auge mit Jochbeinprellung zu. Glücklicherweise konnte sie weiterspielen, nach deutlichem Satzverlust gab es klaren Aufwärtstrend in Satz zwei, aber Braunschweig ließ sich den 2:0-Spielgewinn nicht mehr nehmen. Die erste Niederlage seit drei Jahren und Trainer Hermann überhaupt konnte aber keine Spuren bei den TG Damen hinterlassen.
Nach dem Motto "jetzt erst recht“, gingen sie das wichtige Überkreuzspiel gegen Elmshorn an. Im letzten Match des ersten langen Wettkampftages riefen die Routiniers der TG ihr Können überzeugend ab. SV Elmshorn, wie die meisten Teams schon seit Jahren bestens bekannt, wurde klassisch taktisch ausgekontert. Erwähnenswert hier immer wieder eindrucksvolle Aufschlagserien von Birgit Miller, Jolanta Azubuike und Vera Weber, die sich auf der Diagonale von Spiel zu Spiel steigerte und die Hauptangriffslast mit einer unwiderstehlichen Mischung aus Routine, Druck und perfekt platzierte Lobs mit Bravour trug. Völlig ungefährdet spielte sich Bad Soden ins Halbfinale.
Am Sonntagmorgen traf die TG auf den SV Friedberg. Die Bayerinnen hatte man in denkbar unguter Erinnerung, hatte man doch 2012 in Minden nach vergeigter Finalteilnahme im Spiel um Platz drei gegen Friedberg keinen rechten Widerstand mehr aufgebracht und sang- und klanglos verloren. Entsprechend siegessicher wähnten sich die athletischen Friedberger, die mit wuchtigen Aufschlägen den Spielaufbau von Zuspielerin Vero Hermann ziemlich einschränkten. Im ersten Satz lag Soden 16:23 abgeschlagen hinten, kam dann mit höchster Konzentration auf 23:23 heran und verlor hart umkämpft 25:27. Umso entschiedener drehten sie im zweiten Durchgang den Spieß um. Sämtliche lange, hart umkämpfte Ballwechsel entschied Soden mit Cleverness und variablerem Spiel für sich. "Jeder Ballwechsel ist eine Schlacht" motivierte der sonst so ruhige Hermann seine Damen, die seine Taktik sehr konsequent umsetzten. So konnten sie die starke Linkshänderin Friedbergs komplett entschärfen, schlugen ihrerseits wieder gefährlich auf und machten so das Spiel Friedbergs leicht lesbar. Jetzt glänzten auch Alexandra Cebulla, Birgit Miller und Libera Maggie Sachs in der Abwehr, vollstreckt wurde ein ums andere Mal von Vera Weber. Von Beginn an in Führung gelang der Satzausgleich ungefährdet. Die Dominanz Sodens setzte sich im Tiebreak fort, mit dem 15:8 hieß es wieder "Finale!".
Endspielgegner war wie schon 2017 TuS Waldniel, ebenfalls gut bekannt. Die sehr groß gewachsenen Nordrhein-Westfälinnen sahen sich von Beginn der großen Variabilität Bad Sodens unterlegen, fanden auch kein Mittel gegen taktische Aufschläge und die saubere Block-Feldabwehr Sodens. Ohne Überraschungen im Spielaufbau war Waldniel bei Stande von 9:8 im ersten Satz schon "geknackt", Soden spielte es souverän zu Ende und ging 1:0 in Führung. Und, wie in den Jahren zuvor, hatte die TG aufgrund der großen Ausgeglichenheit des Kaders am Schluss deutlich mehr zuzusetzen und mehr Kräfte übrig nach dem langen Turnier. Mittelblockerin Barbara Krahn präsentierte sich auf die Minute topfit. Wenn die "Kleinen" Birgit Miller und Alex Cebulla die "Großen" von Waldniel mit Lobs ausspielten oder der "Jubiliäumsdoppelblock" von Tanja Kunstmann und Vera Weber die 192 cm lange Außenangreiferin Waldniels, die aus dem Stand (!) angriff, abblockte, war für Spielfreude und Stimmung gesorgt. Der Sodener Championsexpress rollte unaufhaltsam dem dritten Meistertitel in Folge entgegen, was mit dem 25:18 eindrucksvoll wahr gemacht wurde. Triple geschafft!
Jetzt wird es langsam kompliziert mit neuen Zielen, allzu dominant hat sich die TG Bad Soden in ihrer Altersklasse Ü43 (obwohl das Gros des Teams dieses Alter schon lange überschritten hat!) festgesetzt.
Aber: nach dem Titel ist ja bekanntlich vor dem Titel.

2019_Bad Soden_Deutscher Meister

Für die TG Bad Soden spielten: Jolanta Azubuike, Alexandra Cebulla, Petra Gielkens, Veronika Hermann, Renate Kern, Barbara Krahn, Tanja Kunstmann, Birgit Miller, Margrit Sachs, Vera Weber, Karen Zentgraf

(JA)
 

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  SpielO 2016 Anl.6 Oberliga Durchführungsbestimmungen
Durchführungsbestimmungen (03 SpielO Anl. 6 Oberliga DB 2016)


 

 
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